Gehe zum Inhalt

Aktuelles & in der Presse

Intro — Quiam landam facessi solorae que volupta tquiste debis ipsuntorum, verci ommos molupta quia con pro es ma volorep erumquis re omnis ellesto optio.

Rubrik Blog & Press Um den Griff eines rosa Regenschirms mit blauem Griff ist ein aufgeschlagenes Buch gewickelt.

Natürlich sind auch wir heute mit einer Aktion in der Weimarer Innenstadt dabei. Folgt den orangenen Fußspuren – ab 13:15 Uhr in der Schillerstraße.

Viel ist schon erreicht: seit Beginn dieses Jahres gilt das Chancen­gleichstellungs­fördergesetz in Thüringen und die Bundesregierung hat mit Zustimmung des Bundesrates im Februar 2025 das Gewalthilfe­gesetz verabschiedet. Dennoch – die heute vorgestellten Zahlen aus dem Lagebild ‘Häusliche Gewalt’ und ‘Geschlechtsspezifische Gewalt’ zeigen, dass es bundesweit noch immer an Prävention, Schutz und Unterstützung mangelt. Jahr für Jahr steigt die Gewalt gegen Frauen an.* Wir warten auf die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes vor Ort. Ohne massive Investitionen wird Gewalt gegen Frauen nicht zu stoppen sein. Bundesweit fehlen allein mehr als 12.000 Frauenhausplätze.

Auch im Frauenzentrum Weimar e.V. – im Frauenhaus und in der ambulanten Frauenberatungsstelle zeigt sich die hohe Belastung deutlich. Die Einrichtung ist stark ausgelastet; Anfragen nach Schutzplätzen und Beratung nehmen kontinuierlich zu. Besonders betroffen sind Frauen, die aus hochgefährlichen Situationen auch von außerhalb fliehen müssen und häufig nur sehr kurzfristig Schutz suchen können. Jedoch Frauen, die aus anderen Bundesländern Schutz suchen, müssen aufgrund der fehlenden Finanzierung für genau diese Fälle abgewiesen werden. Neben Unterbringung, psychosozialer Unterstützung und Beratung leistet das Frauenzentrum Weimar auch Präventionsarbeit und begleitet Frauen und deren Kinder auf dem Weg in ein gewaltfreies Leben.

Wir beobachten, dass der gesellschaftliche und politische Handlungsdruck steigt: Wir sehen jeden Tag, dass Gewalt keine Randerscheinung ist. Sie betrifft Frauen aller Altersgruppen, Bildungsschichten und Lebenssituationen. Jede Statistik steht für ein zerstörtes Leben, für eine Frau, die Schutz und Hilfe braucht und für jedes Kind, das die Gewalt miterlebt.

Zum Orange Day ruft das Frauenhaus / Frauenzentrum Weimar gemeinsam mit der Gleichstellungs­beauftragten der Stadt Weimar und weiteren städtischen Akteur*innen dazu auf, sich aktiv für den Schutz von Frauen stark zu machen. Gewalt gegen Frauen ist kein privates Problem – sie ist ein gesellschaftliches und politisches. Der 25. November erinnert jedes Jahr daran, dass entschlossenes Handeln notwendig bleibt. Packen wir es also gemeinsam an! Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen geht alle an!

*Nach Auswertung der polizeilichen Kriminalstatistik gab es 2023 jeden Tag durchschnittlich u.a. 728 Fälle von körperlicher Gewalt und 171 Fälle von sexualisierter Gewalt.

Frauen, die Schutz vor Gewalt suchen, finden sie beim Frauenzentrum Weimar. In den Gebäuden der Stadtverwaltung liegen außerdem Flyer aus, die eine Übersicht über Beratungsstellen und Hilfsangebote geben. Im akuten Bedrohungsfall, ruft die Polizei unter 110, auch der Frauennotruf Weimar steht zur Verfügung: 0179/195 21 10

Eine ausführliche Liste mit wichtigen Kontakten findet ihr unter www.handle-jetzt.de.
Auch Männer können von häuslicher oder partnerschaftlicher Gewalt betroffen sein. Für sie gibt es das Projekt A4: maennerberatung-thueringen.de/